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Die Ehrenamtsagentur vor Ort

Wie bereits in unseren letzten Newslettern angekündigt, möchten wir uns einen Einblick in „unsere“ Einrichtungen verschaffen, uns mit Ihnen austauschen, Möglichkeiten und Chancen besprechen, Tipps geben und einen Eindruck von dem Engagementangebot gewinnen. Unsere Einblicke stellen wir auf unserer Homepage vor und geben so Interessierten die Möglichkeit, mehr über die Einsatzorte zu erfahren. Seit unserem Aufruf haben wir vier Einrichtungen besucht.



Malteser

Mai 2018

Die Malteser sind seit April in neuen Räumlichkeiten in der Metternichstraße. Das und der Wunsch, endlich auch mal die Ansprechpartner/innen der einzelnen Engagementangebote der Malteser kennenzulernen, gaben uns Anlass, die Kollegen in der Metternichstraße 29a aufzusuchen.

Nach einer Rundführung durchs Haus, bei der wir die Leitung sowie die einzelnen Mitarbeiter kennenlernen konnten, haben wir uns zusammengesetzt und stellten zunächst gegenseitig unsere Aufgabengebiete vor. Für uns war interessant zu hören, dass bei den Maltesern deutschlandweit circa 50.000 Ehrenamtliche sowie 30.000 Hauptamtliche arbeiten. Diese Kombination ist im sozialen Bereich vermutlich einzigartig und stellt auch den Grund dar, warum die Arbeit mit Ehrenamtlichen bei den Maltesern groß geschrieben wird. Schnell wurde im Gespräch deutlich, dass es dort vielfältige Einsatzmöglichkeiten gibt und durch ein System strukturiert mit den Ehrenamtlichen gearbeitet wird: ein ausführliches Erstgespräch, Gruppenstunden und andere Austauschmöglichkeiten, Entwicklungsgespräche, u.v.m. Durch die Gespräche mit den Kollegen wurde deutlich, dass viele der Ehrenamtlichen langfristig an die Einrichtung gebunden werden können. Und sogar nach einem Umzug hilft man eine neue Maltesereinsatzstelle zu finden. Aber auch für Studenten und Menschen, die nur ein zeitlich eng begrenztes Engagement leisten können, hilft die Einrichtung weiter.

Alles in allem war das wieder ein sehr interessanter Besuch einer Einrichtung, um einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche zu erhalten. Und einmal mehr wurde deutlich, wie wichtig auch der persönliche Kontakt mit den Einrichtungen ist. Wir wissen nun mehr über die Einsatzstellen, die Bereiche, in denen aktuell vermehrt gesucht wird, wir kennen die Ansprechpartner und wissen, dass die Ehrenamtlichen auch in dieser Einrichtung gut aufgehoben sind. Im Übrigen auch Geflüchtete (mit einem gewissen Sprachlevel).

Umgekehrt konnten wir den Maltesern auch unsere Arbeit erläutern, die aktuellen Malteser-Engagementangebote unserer Datenbank besprechen sowie noch einmal das Angebot der Ehrenamtskarte Rheinland-Pfalz in Gespräch bringen.

Sollten Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit bei den Maltesern haben, kontaktieren Sie uns und wir leiten Ihnen gerne mögliche Engagementangebote der Malteser weiter.



Sozialküche

September 2017

Im September führte es uns zur Sozialküche in die Villa St. Vinzenz. Bruder Elias, der im direkten Kontakt mit den Obdachlosen und anderen Hilfebedürftigen Menschen steht, empfing uns und zeigte uns die zur Verfügung stehenden Räume samt Essensausgabe. Die Räume erinnerten ein wenig an eine Jugendherberge, alles schlicht, aber dennoch einladend eingerichtet. Nachdem uns Bruder Elias die allgemeinen täglichen Abläufe erläutert hatte und uns auch bereits einige an diesem Tag arbeitende Ehrenamtliche vorgestellt hatte, ging es in den Besprechungsraum.

In der Sozialküche, so erfuhren wir, arbeiten neben den aktuell ca. 12 Ehrenamtlichen auch noch eine Schwester und drei Brüder. Ab und zu auch Menschen, die Sozialstunden ableisten müssen. Für die Ehrenamtlichen sei Bruder Elias zuständig. Er setzt lieber auf eine Vielzahl von Ehrenamtlichen mit jeweils wenigen Stunden, als auf ein paar wenige mit vielen Stunden. So könne er besser die Einsätze planen. Wir erfuhren zudem, dass es für die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung von 8 Euro pro Dienst (nicht pro Stunde) gibt. Zudem können Ehrenamtliche ein kostenloses Parkticket (Parkhaus BKH) erhalten. Alle Ehrenamtlichen erhalten vor Beginn ihres Ehrenamtes ein Tätigkeitsprofil, bei dem die möglichen Aufgaben im dortigen Ehrenamt genau aufgelistet sind. Wichtig sei, so der Bruder weiter, dass Ehrenamtlichen klar ist, mit welchem Klientel sie es zu tun haben und hier keine Berührungsängste bestehen dürfen.

Interessant war für uns vor allem die tägliche Arbeit von Bruder Elias. Kein Tag sei wie der andere - es gibt nichts, was es nicht gibt. Unser Eindruck ist,  dass Bruder Elias die Bedürftigen in seinem Haus wirklich rundum unterstützt. Das heißt, er organisiert nicht nur die Essensausgabe, sondern ist vor allem auch immer wieder der Ansprechpartner bei den vielfältigsten akuten Problemen. Zu diesen zählen bspw. fehlende oder ganz dringend zu waschende Kleidung, das Anhören persönlicher Sorgen und Ängste der Bedürftigen und das Weitervermitteln an Fachstellen. Und auch die medizinische Versorgung sei unter anderem durch die Nähe zum Brüderkrankenhaus gegeben.

Die Vorort erlebte Stimmung der Helfer erlebten wir positiv. Wir waren mitten im "Hauptgeschäft" vor Ort. Auch konnten wir uns überzeugen, dass die Abläufe sehr gut organisiert waren und die Gäste die Strukturen respektierten. Alles lief an diesem Tag sehr ruhig zu. Die Sozialküche ist für viele, so Bruder Elias, eine Art Treffpunkt und Familienersatz.

Alles in allem stellt auch der Besuch in der Sozialküche eine Bereicherung für unsere Arbeit dar. Denn auch bei dieser Einrichtung können wir zukünftig in den Beratungsgesprächen von der zu erledigenden abwechslungsreichen Arbeit, den Ansprechpartnern für das Ehrenamt und die anderen Menschen, die dort beschäftigt sind, berichten.

Sollten Sie Interesse an diesem ehrenamtlichen Engagement haben, kontaktieren Sie uns unter der Angabe der Angebotsnummer 67481.



Kleiderkammer der AfA Trier

August 2017

Mitte August besuchte Herr Freischmidt im Rahmen der Koordinierung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe der Stadt Trier noch die Kleiderkammer der AfA Trier, Dasbachstraße. Hier engagiert sich Frau Berens gemeinsam mit mehreren Ehrenamtlichen unterschiedlichsten Alters in der Flüchtlingshilfe. Sie nehmen Kleidung an, sortieren sie, geben sie an die in der AfA untergebrachten Menschen ab.

Frau Berens zeigte die Räumlichkeiten, die etwas improvisiert wirken, aber ihren Zweck erfüllen, sowie das derzeitige Angebot an Kleidung. Teils sind recht gut gefüllte Regale zu sehen. Sprachlos machten leere Regale bei den Männergrößen S, M. Da viele Flüchtlinge männlich und sehr schlank sind, sei hier der Bedarf am Größten. Leider die Regale aktuell am leersten.

Das Arbeitsklima wirkte recht positiv und locker. Alles ist gut durchorganisiert – Frau Berens macht die Arbeit ja auch schon lange-, jeder hat seine Aufgaben und dennoch ist noch Zeit für Gespräche zwischen den Ehrenamtlichen. Frau Berens bittet Herrn Freischmidt, weitere Ehrenamtliche zu schicken, da es aktuell weiter großen Bedarf an Helfern gäbe.

Sollten Sie Interesse an diesem Engagement haben, kontaktieren Sie uns unter der Angabe der Angebotsnummer 101733.



Mutter-Rosa-Altenzentrum

Juli 2017

Im Juli besuchten wir das Mutter-Rosa-Altenzentrum. Dort zeigte uns Frau Weber, die für die Ehrenamtlichen vor Ort zuständig ist, wie ebenfalls professionell und wertschätzend in ihrer Einrichtung mit den ca. 60 Ehrenamtlichen umgegangen wird. Sie erzählte uns, dass sie bereits seit sehr vielen Jahren bei ihren vorherigen Stellen schon mit Ehrenamtlichen eng zusammengearbeitet hat und auch Ehrenamtliche bereits geschult hatte. In den vier Jahren, in denen sie im Mutter-Rosa-Altenzentrum ist, hat sie ihr System mehr und mehr professionalisiert, so dass sie heute den Ehrenamtlichen eine zu Beginn ihrer Tätigkeit im Haus eine vollgepackte Mappe mit Infos mitgeben kann. Das Heim hat ca. 140 Plätze plus Mitarbeiter und Ehrenamtliche ergibt sich schon viel Personal. Aktuell ist das Heim voll belegt. Frau Weber nimmt sich dennoch bei neuen Ehrenamtlichen viel Zeit, um sie kennenzulernen und verfolgt den Ansatz, die Menschen und ihre Talente zu erkennen, um sie dann entsprechend einzusetzen.

Flüchtlingen/Migranten als Ehrenamtliche steht sie und der Träger sehr offen gegenüber und man habe auch bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Insgesamt war auch dieses Gespräch sehr interessant für uns. Nach einer kleinen Hausführung ging es wieder zurück ins Büro.

Sollten Sie Interesse an diesem Angebot haben, kontaktieren Sie uns unter der Angabe der Angebotsnummer 25446.



Vereinigte Hospitien

Mai 2017

Begonnen haben wir Mitte Mai mit den Vereinigten Hospitien, einer Einrichtung, die aktuell sechs Angebote in unserer Engagementdatenbank gelistet haben. Frau Dr. Lukas stellte uns Frau Lengwin vor, die zukünftig die Betreuung der Ehrenamtlichen übernehmen wird. Anschließend tauschten wir uns über die vielfältigen Engagementsangebote innerhalb des Hauses aus. Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Betreuung der Ehrenamtlichen bei den Vereinigten Hospitien einen sehr hohen Stellenwert einnimmt und sich sehr vorbildlich gestaltet. Für uns als Mitarbeiter der Ehrenamtsagentur war es ebenfalls sehr erfreulich zu hören, dass sich aktuell bei den verschiedenen Abteilungen der Vereinigten Hospitien rund 50 Ehrenamtliche in Einzel- und in Gruppenangeboten engagieren. Ein Großteil sei dabei über uns gekommen.  

Wir informierten Frau Dr. Lukas und Frau Lengwin am Ende noch über die Möglichkeit der Beantragung einer Ehrenamtskarte als eine Form der Wertschätzung und die Vergünstigungen in ganz Rheinland-Pfalz.

Sollten Sie Interesse an dieser Engagementmöglichkeit haben, kontaktieren Sie uns bitte unter Angabe der Angebotsnummer 25150.


Sozialdienst katholischer Frauen

November 2017

 

Marianne Kerscher, die pädagogische Leiterin stellte die verschiedenen Tätigkeitsfelder des SkF  vor.

Hierzu gehören:

  • Cafe Haltepunkt (Anlaufstelle für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen)
  • Trierer Tafel
  • Haus Maria Goretti (Wohnangebote für Frauen und Mädchen)
  • Kindertagesstätten
  • Schwangerenberatung
  • Annastift (Mutter-Kind-Einrichtung stationär und ambulant)
  • Betreuungsverein

In den verschiedenen Bereichen sind weit über 100 Ehrenamtliche aktiv, die eine wichtige Säule beim SkF darstellen. Weitere Unterstützer werden in fast allen Bereichen gebraucht. Die Tafel, welche eine unverzichtbare Anlaufstelle für Bedürftige in Trier ist, wird ausschließlich ehrenamtlich organisiert und ausschließlich von Spenden finanziert. Dies ist insbesondere wichtig, um die Kosten für Miete, Fahrzeuge und Unterhaltung des notwendigen Inventares zu decken. Lebensmittelspenden von Privatpersonen dagegen dürfen nicht angenommen werden.